Bye Bye Bhakdi

So, Sucharit Bhakdi „flieht“ also vor den „Menschenrechtsverletzungen“ hier in Deutschland nach Thailand. So eine Aussage ist natürlich … gewagt. Aber für gewagte Aussagen ist Bhakdi ja bekannt.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich um den Herrn Professor nicht so sehr gekümmert habe, weil ich ihn schon immer als tragische Figur gesehen habe. Den ehemals durchaus erfolgreichen Wissenschaftler, der sich durch seine Hybris um Kopf und Kragen gebracht hat. Ich frage mich nur, wie kommt ein Mensch soweit? Man muss sich das mal überlegen: seine eigene (ehemalige) Hochschule hat sich von ihm distanziert. Das ist doch der Super-GAU für eine Wissenschaftler.

Bhakdi schuf mit seinen tendenziösen und unsauberen Aussagen die pseudowissenschaftliche Grundlage, auf die sich die Querdenker und andere Corona-Leugner stützen konnten, wodurch sich diese Bewegung stabilisieren und argumentieren konnte.

Und zum Thema Menschenrechte in Thailand und Covid 19 schauen wir doch mal, was Amnesty International schreibt: Mit den wachsenden Protesten nimmt auch die Repression durch die Regierung zu. Am 17. Oktober löste die Polizei einen Protest auf, indem sie Wasserwerfer mit Reizgasen und Farbstoff einsetzte – eine alarmierende Eskalation der Gewalt.

Im Zuge der zunehmend exzessiven Reaktion auf die friedlichen Demonstrationen im Oktober wurden die öffentlichen Personenverkehrssysteme in Bangkok vorübergehend stillgelegt, um Protestierende davon abzuhalten, sich zu versammeln. Dem Online-Kanal Voice TV wurde wegen angeblichen Verstoßes gegen das Gesetz über Computer-Kriminalität mit der Schließung bedroht. Nach dem Völkerrecht verstoßen diese Maßnahmen gegen die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit.

Mitte Oktober wurde in Bangkok der Notstand zweiten Grades ausgerufen, um Versammlungen von fünf oder mehr Personen zu unterbinden. Dieses Vorgehen kam zu den bereits bestehenden COVID-19-Notfallmaßnahmen hinzu. Außerdem wurde die Veröffentlichung von Nachrichten und die Kommunikation im Internet eingeschränkt, wenn diese „Angst auslösen“, die Staatssicherheit beeinträchtigen oder die öffentliche Moral gefährden könnten. Der Notstand wurde eine Woche später aufgehoben, aber viele Protestierende glauben, dass das noch nicht das Ende der harten Vorgehensweise der Regierung ist.

Ok, für mich hört sich das jetzt nicht nach einer besseren Ausgangslage als in Deutschland an, aber gut, wenn Herr Bhakdi das meint. Ich wünsche ihm jedenfalls viel Spaß mit den thailändischen Behörden, wenn er anfängt, seine Thesen auch dort in die Welt zu blasen. Hoffentlich habe ich genug Popcorn zu Hause.

Auf jeden Fall freue ich mich, Sucharit Bhakdi ein fröhliches

Tschüss
บาย
Ciao
Bye Bye
Adieu

zurufen zu können.

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