Wann ist es eigentlich en vogue geworden, ein Arschloch zu sein?

Ich werde heuer ja 50 und das bedeutet, dass ich in meinem Leben schon genug rotglühende Kosakenscheiße erlebt habe, aber manchmal bin ich einfach nur entsetzt davon, was meine Mitmenschen tun.

Was ich meine? Nun, vor 92 Jahren haben unsere Vorfahren damit begonnen, sechs Millionen Juden systematisch umzubringen, und heute marodieren deren Nachkommen als ein aufgepeitscher Mob durch die Straßen unserer Großstädte, wie das Orkheer, das weiland beim ollen Tolkien nach Gondor einfiel. Wobei die Orks sicherlich zivilisierter waren als die wohlstandsverwahrlosten Ersteweltprinzessinen und –prinzen, deren größte Sorge es ist, wo sie ihren nächsten veganen Chai-Latte kaufen können, nachdem sie jetzt Starbucks als „zionistisch“ gebrandmarkt haben.

Da wird mit der Kufiya Antisemitismus zum Modeaccessoire. Da sind jüdische Studierende an ihren Hochschulen nicht mehr ihres Lebens sicher (und was unternehmen die Hochschulleitenden? Alles, um die TÄTER straffrei davonkommen zu lassen). Da sitzen Menschen, vor ihren Kameras und übertragen ihren Hass, der ihnen wie Geifer aus den Mundwinkeln rinnt, via Twitch oder YouTube direkt auf die Monitore junger Menschen. Da werden Apps produziert, an denen man israelische Waren erkennen kann. Kauft-nicht-beim-Juden-2.0. Da stellt sich die Polizeipräsidentin der Bundeshauptstadt Berlin ins Fernsehen und erklärt, dass Teile der Stadt nicht sicher für Jüdinnen und Juden sind. Konsequenzen? Habe ich nichts dazu gelesen.

Da frage ich mich, in was für einem Staat wir leben.

Und wenn ich dann noch sehe, wie sich die Unterstützer des Hamas-Terrors als moralisch überlegen gerieren, als diejenigen, die Moral und Ethik mit Löffeln gefressen hätten, dann möchte ich mich hinter Omma Kosslowskis Rabatten speiben.

Ich weiß nicht, wie ich meine Verachtung für dieses elende Pack ausdrücken kann. Die Täter von damals wären sicher stolz auf diese Bande.

2 Gedanken zu “Wann ist es eigentlich en vogue geworden, ein Arschloch zu sein?

  1. „Nun, vor 92 haben unsere Vorfahren damit begonnen, sechs Millionen Juden systematisch umzubringen…“

    Vor 1992 oder vor 92 Jahren? Und ja, es ist beängstigend. Ich dachte vor einigen Jahren noch, man müsse das Thema irgendwann mal abschließen, inzwischen sehe ich es eher andersherum – also gegen das Vergessen.

    In gewissem Sinn haben wir das tausendjährige Reich tatsächlich – wir sollten uns tausend Jahre – mindestens! – erinnern, was für eine Schande passierte…

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