Heute stehen wir an einem historischen Wendepunkt, an dem die Werte, die uns über Generationen hinweg führten, ins Wanken geraten. Die Demokratie, die Freiheitlich-Demokratische Grundordnung, die Menschenrechte – das, was uns ausmacht und uns in den dunkelsten Stunden erhoben hat – wird nicht mehr selbstverständlich in der Welt angesehen. Doch wir wissen eines: Sie sind nicht nur die Säulen unserer Gesellschaft, sondern auch das leuchtende Beispiel für die Menschlichkeit in einer oft chaotischen und unberechenbaren Welt.
Diese Werte sind kein Geschenk, das wir im Laufe der Zeit einfach annehmen dürfen. Sie sind das Ergebnis von unzähligen Opfern, von dem Mut vieler, die für die Freiheit und die Rechte eines jeden Menschen in den Widerstand gingen. Wir dürfen und wir werden nicht zulassen, dass all dies zunichte gemacht wird. Der Preis der Freiheit ist der ewige Widerstand gegen die dunklen Kräfte der Tyrannei, der Unfreiheit, der Unterdrückung.
Schaut euch um! Seht die Herausforderungen, die vor uns stehen! Die Ideale, für die unsere Vorfahren so hart gekämpft haben, sind heute durch die schleichende Bedrohung von autoritären Kräften, von Feinden der Wahrheit und der Gerechtigkeit in Gefahr. Ihr seid Zeugen einer Welt, in der sich autoritäre Regime erheben, in der Manipulation und Lüge die Stimmen der freien Gesellschaft zu ersticken drohen. Doch wir dürfen uns nicht täuschen lassen – wir werden uns nicht beugen. Wir werden diesen Kampf nicht aufgeben.
Denn dies ist ein Kampf für das Fundament, auf dem wir alle stehen. Es ist ein Kampf für das Recht eines jeden Menschen, sich frei zu äußern, zu leben, zu glauben und zu lieben, ohne von einem Tyrannen oder einer despotischen Macht unterdrückt zu werden. Wir werden uns nicht zurückziehen, wenn diese fundamentalen Rechte bedroht werden, wir werden uns nicht abwenden, wenn unser demokratisches System angegriffen wird.
Wir werden nicht schweigen, wenn die Pressefreiheit beschnitten wird! Wir werden nicht still bleiben, wenn die Rechte der Minderheiten mit Füßen getreten werden! Wir werden nicht zulassen, dass die Würde des Menschen, die so tief in unserem Wesen verwurzelt ist, mit Füßen getreten wird. Wenn eine Lüge die Wahrheit ersetzt, wenn der Hass die Liebe verdrängt, wenn die Angst die Hoffnung erstickt – dann wird die Freiheit in Gefahr sein. Aber wir, die wir die Freiheit kennen und ehren, werden nicht stillhalten. Wir werden uns aufbäumen, wir werden uns erheben.
Und so werden wir kämpfen! Wir werden in den Straßen stehen, wenn die Freiheit bedroht wird, und sie verteidigen! Wir werden in den Parlamenten kämpfen, wenn die Gesetze der Gerechtigkeit in Gefahr sind! Wir werden auf den Plätzen stehen, wenn unsere Menschenrechte in Frage gestellt werden! Unsere Entschlossenheit wird keine Grenze kennen!
Wir werden uns nicht beugen! Wir werden nicht aufgeben! Wir werden nicht kapitulieren! Der Kampf für Demokratie ist kein leichter, aber er ist der wichtigste Kampf, den wir je führen werden. Für uns, für unsere Kinder, für die Freiheit aller, die noch kommen mögen.
Wenn der Wind der Unterdrückung weht, werden wir standhaft bleiben! Wenn die Dunkelheit des Hasses und der Intoleranz sich breitet, werden wir das Licht der Wahrheit entzünden! Wenn die Freiheit in Gefahr ist, werden wir uns erheben und für sie kämpfen, mit allem, was wir haben!
Wir werden uns nicht abwenden, wenn die Feinde der Freiheit marschieren. Wir werden kämpfen, wo auch immer sie auftreten – in der Politik, in den Institutionen, in der Gesellschaft. Wir werden nicht aufhören, die Grundwerte der Demokratie zu verteidigen. Und sollte es notwendig sein, werden wir bis zum letzten Atemzug für unsere Überzeugung eintreten.
Denn wir wissen: Ohne Demokratie gibt es keine Freiheit. Ohne Freiheit gibt es keine Gerechtigkeit. Ohne Gerechtigkeit gibt es keine Menschlichkeit.
Und so, mit all unserem Mut, mit all unserer Entschlossenheit, mit all unserer Hoffnung, werden wir niemals zurückweichen! Wir werden für unsere Demokratie kämpfen, in den Parlamenten, in den Städten, auf den Straßen, und vor allem in unseren Herzen. Wir werden für sie kämpfen, weil wir wissen: Sie ist der einzige Weg, der uns zu einer besseren Welt führt.
Wir werden niemals aufgeben. Wir werden niemals in die Knie gehen. Denn wenn wir aufstehen für das, was gerecht ist, für das, was wahr ist, dann wird der Sieg unser sein.
Wir werden für unsere Demokratie kämpfen!
Danke, Michael. Es reicht nicht mehr, besorgt zuzuschauen, wie mühsam erkämpfte Positionen von Verblendeten und Egomanen in die Tonne getreten werden. Jede Stimme, die sich dagegen erhebt, zählt.
Ich übertrage all das, was Du sagst, auf mein großes Thema, die Wissenschaft. Seit Aristoteles ringen wir um die Frage, was wir wissen können. Also deutlich länger als 2000 Jahre. Heute sind wir an einem Punkt angekommen, wo sich die wissenschaftliche Methode des kritischen Rationalismus in einem Maße praktisch bewährt, wie das noch vor 100 Jahren undenkbar war. Natürlich ist wie alles Menschengemachte die wissenschaftliche Methode nicht in Stein gemeißelt, kann sein, dass sich „noch was Besseres findet“. Nur derzeit haben wir nichts Besseres.
Und was geschieht? Die Tendenzen, den kritischen Rationalismus anzugreifen und geradezu herabzuwürdigen, nehmen deutlich zu. Einem unkritischen Relativismus wird das Wort geredet, zunehmend auch in der Academica, und das ist nichts weniger als eine Parallele zu der gesellschaftlichen Entwicklung, die du beklagst.
Quo vadis, Aufklärung und Humanismus?
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