Samuel Pepys: Leben und Werk

In den Gassen Londons, wo das 17. Jahrhundert zwischen Pest, Feuer und höfischer Dekadenz oszillierte, bewegte sich ein Mann, dessen Name heute als Synonym für die Kunst der Selbstbeobachtung und den Geist der Aufklärung gilt: Samuel Pepys. Als Sohn eines Schneiders und einer Waschfrau geboren, stieg er durch Fleiß, Bildung und eine gehörige Portion Opportunismus … Weiterlesen Samuel Pepys: Leben und Werk

Johann Wolfgang von Goethe und Rudolf Steiner: Die unheilige Verbindung der Dilettanten

Es ist eine seltsame, fast schon abenteuerliche Liaison zwischen zwei Männern, die das geistige und kulturelle Klima ihrer Zeit prägen sollten: Johann Wolfgang von Goethe, der allseits gefeierte Dichter, Naturforscher und Universalgenie, und Rudolf Steiner, der spirituelle Gründer der Anthroposophie, einer der kurioseren philosophischen Strömungen des 20. Jahrhunderts. Die Verbindung zwischen diesen beiden Gestalten geht … Weiterlesen Johann Wolfgang von Goethe und Rudolf Steiner: Die unheilige Verbindung der Dilettanten

Ferdinand Adam von Pernau – Ein vergessener Forscher

Ferdinand Adam von Pernau, geboren am 7. November 1660 in Steinach am Brenner, war ein österreichischer Adliger, Geheimrat in Coburg und ein Pionier der Ornithologie. Sein Leben und Werk sind ein faszinierendes Zeugnis für die Verbindung von Naturbeobachtung, wissenschaftlichem Denken und ästhetischer Sensibilität im Barockzeitalter. Frühe Jahre und Bildung Pernau stammte aus einem alten Tiroler … Weiterlesen Ferdinand Adam von Pernau – Ein vergessener Forscher

Exkurs II: Die „Banalität des Bösen“ im Lichte von Kant und der Totalitarismusforschung

Hannah Arendts Formel von der "Banalität des Bösen" war mehr als eine historische Beobachtung.Sie war das philosophische Destillat ihrer lebenslangen Auseinandersetzung mit dem Wesen des Denkens, des Urteils – und letztlich der politischen Macht im Zeitalter der totalitären Regime. Um Arendts wahre Provokation zu verstehen, muss man zwei unsichtbare Fäden nachzeichnen, die sich durch ihr … Weiterlesen Exkurs II: Die „Banalität des Bösen“ im Lichte von Kant und der Totalitarismusforschung

Exkurs: Die „Banalität des Bösen“

Als Hannah Arendt im Titel von Eichmann in Jerusalem die Formel von der "Banalität des Bösen" prägte, setzte sie einen Gedanken in die Welt, der ebenso verstörend wie schwer fassbar ist.Er widersprach den gängigen Bildern, die das Böse als dämonische Kraft, als metaphysische Verderbtheit oder als Ausbruch des Wahnsinns verstanden. Arendt schlug etwas Ungeheuerlicheres vor:Dass … Weiterlesen Exkurs: Die „Banalität des Bösen“

Hannah Arendt und Eichmann in Jerusalem: Das Antlitz der Banalität

I. Die Geburt eines Skandals Als Hannah Arendt 1961 für die Zeitschrift The New Yorker nach Jerusalem reiste, war sie nicht als Journalistin im üblichen Sinne dort. Sie war Philosophin, politische Theoretikerin, eine Denkerin, die das Denken selbst in Zeiten der größten moralischen Katastrophen verteidigen wollte. Was sie sah, was sie hörte, was sie beobachtete … Weiterlesen Hannah Arendt und Eichmann in Jerusalem: Das Antlitz der Banalität

Adolf Eichmann nach 1945: Die Flucht, das Versteck, der Prozess

I. Die Flucht ins Unsichtbare: 1945–1950 Als die Reichshauptstadt in Schutt und Asche fiel und die Schatten der einst allmächtigen NS-Administration sich auflösten wie Rauch in einem zerschossenen Himmel, war Adolf Eichmann kein Held, kein fanatischer Letztkämpfer. Er war ein Beamter auf der Flucht, der seine Uniform abstreifte wie ein Schauspieler seine Kostümierung, wenn der … Weiterlesen Adolf Eichmann nach 1945: Die Flucht, das Versteck, der Prozess

Adolf Eichmann – Ein Porträt der Bürokratie des Bösen

Einleitung: Schatten und Schreibtische In der Chronik der Verirrungen des zwanzigsten Jahrhunderts gibt es Gestalten, deren Taten sich wie schwarze Adern durch das Gewebe der Geschichte ziehen. Unter ihnen erscheint Otto Adolf Eichmann – geboren in der dämmrigen Epoche zwischen wilhelminischem Hochmut und dem heraufziehenden ersten Weltkrieg – nicht als der Dämon mit schillerndem Antlitz, … Weiterlesen Adolf Eichmann – Ein Porträt der Bürokratie des Bösen

Von Bußpredigern und Bildschirm-Bekennern – Die Woken und die Puritaner: Eine geistige Erbengemeinschaft

Ein moralhistorischer Essay mit Anflügen von Galgenhumor, geschrieben in gemütlicher Polemik. Prolog: Einbildung ist auch eine Bildung Es gibt Dinge, die man mit dem gesunden Menschenverstand nicht mehr begreift. Und das ist gut so – sonst wären Literaturwissenschaftler, Satiriker und betrunkene Philosophieprofessoren arbeitslos. Eines dieser Dinge ist die frappierende Ähnlichkeit zwischen den selbsternannten Tugendwächtern des … Weiterlesen Von Bußpredigern und Bildschirm-Bekennern – Die Woken und die Puritaner: Eine geistige Erbengemeinschaft

Die Anthroposophie: Ein Konstrukt aus Unsinn und gefährlichen Illusionen

Die Anthroposophie, eine Weltanschauung und Lebensphilosophie, die von Rudolf Steiner zu Beginn des 20. Jahrhunderts begründet wurde, hat sich in den letzten hundert Jahren in vielen Bereichen des modernen Lebens eingenistet – von Waldorfschulen über anthroposophische Medizin bis hin zu landwirtschaftlichen Praktiken wie der biologisch-dynamischen Landwirtschaft. Doch hinter dem scheinbar unbeschwerten Mantel dieser vermeintlich „ganzheitlichen“ … Weiterlesen Die Anthroposophie: Ein Konstrukt aus Unsinn und gefährlichen Illusionen