Herr Trittin, wir müssen reden!

Lieber Herr Trittin,

ich muss ehrlich gestehen, dass ich Sie noch nie groß geschätzt habe. Weder die von Ihnen vertretene Politik, noch Ihr persönliches Auftreten haben mir persönlich zugesagt. Bisher habe ich Sie hingenommen wie einen Christian Lindner oder Andreas Scheuer, aber über den Bock, den Sie gestern Abend bei Twitter geschossen haben, über den müssen wir mal reden.

Ja. Genau. DEN Tweet meine ich. Und für alle, die ihn nicht gesehen haben: bitte schön, hier isser

Lieber Herr Trittin, jetzt mal unter uns beiden Pastorentöchtern, was haben Sie sich denn bei diesem Tweet gedacht? Mussten Sie denn den Begriff „Resterampe“ für einen hoch wirksamen Impfstoff verwenden? Mussten Sie denn wirklich in derart populistischer Manier die Impfkampagne torpedieren? Mit diesem Tweet haben Sie den Eindruck erweckt, dass „die Alten“ mit einem minderwertigen Impfstoff abgespeist werden. Ja muss das denn sein? Wenn Sie nichts Produktives zur Diskussion beitragen können, dann sagen Sie doch einfach gar nichts, anstatt so einen populistischen Unsinn ins Volk zu blasen.

Sie hätten ja zum Beispiel Ihre Leserinnen und Leser darüber aufklären können, was jetzt Sache ist. Warum die Handlungsempfehlung durch die STIKO geändert worden ist, was das bedeutet und und und. Hätten Sie können. Wollten Sie aber nicht. Sie wollten der Bundesregierung auf Kosten der Impfbereitschaft ans Bein pinkeln. Weil ja Wahlkampf ist. Da macht man das ja so. Ohne Rücksicht auf Verluste wird da mit Propagandaquatratlatschen durchs Unterholz gepflügt und alles niedergetrampelt, was einem in den Weg kommt. Pfui Deibel. So ein Verhalten kotzt mich an.

Also für mich stellt es sich wirklich so dar, als ob Sie die Impfbereitschaft der Bevölkerung, die ja bereits genug erschüttert ist, ohne mit der Wimper zu zucken auf dem Altar des Wahlergebnisses opfern. Und das, lieber Herr Trittin, das tut ein verantwortungsvoller Politiker eben nicht. Und meiner Meinung nach können Sie sich nach dem Tweet auch bei der nächsten Impfgegner-Demo mit einreihen und ganz vorne mitmarschieren, soviel Unheil, wie Sie angerichtet haben.

Gut, das Kind liegt jetzt im Brunnen, aber ich frage mich, ob Sie wenigstens den Arsch in der Hose haben und einen Fehler zugeben können oder ob Sie jetzt versuchen, sich wie ein Zitteraal aus der Nummer rauszuwinden. Ich sag nur: die Kanzlerin hatte die Eier, einen Fehler zuzugeben…

Alles in allem möchte ich an dieser Stelle Friedrich Schiller und seinen Wallenstein zitieren (Friedrich Schiller: großer deutscher Dramatiker):

Dies war kein Heldenstück, Octavio!

Vielleicht nutzen Sie ja die Osterfeiertage und gehen ein bisschen in sich und merken, was Sie angerichtet haben. An Ihrem Verhalten werden Sie gemessen!

Ihr

Onkel Michael

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