Onkel Michaels Weihnachtsspezial #5 – Jetzt wird’s persönlich

Hach ja, Weihnachten. Heiliger Abend. Habt ihr auch fein alle Geschenke eingepackt und die Gans in den Ofen gepackt? Ja? Seid ihr euch sicher? Habt ihr es nicht falsch rum gemacht? Schaut lieber mal nach!
Neiiiin… war nur Spaß! Was da so kokelt ist der Rauschgifteng … äääääh… Rauschgoldengel, der gerade angezündet wird. Also nichts beunruhigendes.

Heilig Abend heißt aber auch, dass wir uns tapfer durch die Woche gekämpft haben und der Weihnachtscountdown hier auf dem Blog bei der letzten Frage angekommen ist. Diese stammt von der lieben Nina und lautet:

Lieber Onkel,
eine Frage, die mich wirklich interessiert: wie bist Du zu Deinem jetzigen Beruf gekommen? War es von Anfang an Dein Wunsch? Falls nein, was hätte Dich am meisten interessiert?
Liebe Grüße,
Nina

Nun, liebe Nina, ich bin ja Bibliothekar von Beruf und tatsächlich war es genau das, was ich schon immer werden wollte.

Als ich ein kleiner Junge war (und der erste, der meint, dass damals die Bücher noch in Keilschrift waren, fliegt raus, aber achtkantig!), sind meine Eltern regelmäßig mit meinem Bruder und mir in die örtliche Bibliothek gefahren und ich habe diese Ausflüge immer gelieb. Während meine Eltern sich Romane aussuchten, durchstöberten mein Bruder und ich die Kinderabteilung. Erst die Bilderbücher und dann später auch die Bücher „zum lesen“. Ich weiß noch, da gab es eine Reihe über die Länder und Völker der Welt und die fand ich unheimlich spannend. Auch die typische Was ist Was-Reihe hatte es mir angetan. Und dann natürlich alle möglichen Geschichten. Es gab da beispielsweise eine Reihe die „Kommissar Klicker“ hieß und da habe ich ja jedes Buch verschlungen. Als wir dann älter wurden folgten die „üblichen Verdächtigen“ wie „TKKG“, „Die drei ???“ oder die ersten Jugendausgaben Sherlock Holmes. Aber auch die Science Fiction hat es mir angetan, da vor allem „Commander Perkins“ und „Mark Brandis“.

Kurz und gut, ich habe diese Ausflüge in die Bibliothek geliebt und habe mir immer gewünscht, an so einem wunderbaren Ort zu arbeiten. Und wie man sieht, es hat geklappt. Seit nunmehr 25 Jahren arbeite ich in der gleichen Bibliothek und durfte so manche Lesergeneration aufwachsen sehen und sie begleiten. Und ich kann nur sagen: Bibliothekar ist ein unterschätzter, aber wunderbarer Beruf.

Und was ich sonst werden wollte? Puh, ich glaube, das war relativ alternativlos. Aber sicher wäre das eine Arbeit im Verlagswesen oder Buchhandel geworden. Etwas anderes könnte ich mir wirklich nicht vorstellen.

Ich hoffe, dass Du zufrieden mit der Antwort bist, liebe Nina und ich wünsche Dir, aber auch allen anderen Leserinnen und Lesern meines Blogs ein ruhiges und friedvolles Weihnachtsfest!

Beitragsbild: Nußknacker: Von jcw1967 from Leeds, UK – Harewood House Victorian Christmas, 2017 (11), CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=78305887

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