Exkurs: Die „Banalität des Bösen“

Als Hannah Arendt im Titel von Eichmann in Jerusalem die Formel von der "Banalität des Bösen" prägte, setzte sie einen Gedanken in die Welt, der ebenso verstörend wie schwer fassbar ist.Er widersprach den gängigen Bildern, die das Böse als dämonische Kraft, als metaphysische Verderbtheit oder als Ausbruch des Wahnsinns verstanden. Arendt schlug etwas Ungeheuerlicheres vor:Dass … Weiterlesen Exkurs: Die „Banalität des Bösen“

Hannah Arendt und Eichmann in Jerusalem: Das Antlitz der Banalität

I. Die Geburt eines Skandals Als Hannah Arendt 1961 für die Zeitschrift The New Yorker nach Jerusalem reiste, war sie nicht als Journalistin im üblichen Sinne dort. Sie war Philosophin, politische Theoretikerin, eine Denkerin, die das Denken selbst in Zeiten der größten moralischen Katastrophen verteidigen wollte. Was sie sah, was sie hörte, was sie beobachtete … Weiterlesen Hannah Arendt und Eichmann in Jerusalem: Das Antlitz der Banalität

Adolf Eichmann nach 1945: Die Flucht, das Versteck, der Prozess

I. Die Flucht ins Unsichtbare: 1945–1950 Als die Reichshauptstadt in Schutt und Asche fiel und die Schatten der einst allmächtigen NS-Administration sich auflösten wie Rauch in einem zerschossenen Himmel, war Adolf Eichmann kein Held, kein fanatischer Letztkämpfer. Er war ein Beamter auf der Flucht, der seine Uniform abstreifte wie ein Schauspieler seine Kostümierung, wenn der … Weiterlesen Adolf Eichmann nach 1945: Die Flucht, das Versteck, der Prozess

Adolf Eichmann – Ein Porträt der Bürokratie des Bösen

Einleitung: Schatten und Schreibtische In der Chronik der Verirrungen des zwanzigsten Jahrhunderts gibt es Gestalten, deren Taten sich wie schwarze Adern durch das Gewebe der Geschichte ziehen. Unter ihnen erscheint Otto Adolf Eichmann – geboren in der dämmrigen Epoche zwischen wilhelminischem Hochmut und dem heraufziehenden ersten Weltkrieg – nicht als der Dämon mit schillerndem Antlitz, … Weiterlesen Adolf Eichmann – Ein Porträt der Bürokratie des Bösen

Von Bußpredigern und Bildschirm-Bekennern – Die Woken und die Puritaner: Eine geistige Erbengemeinschaft

Ein moralhistorischer Essay mit Anflügen von Galgenhumor, geschrieben in gemütlicher Polemik. Prolog: Einbildung ist auch eine Bildung Es gibt Dinge, die man mit dem gesunden Menschenverstand nicht mehr begreift. Und das ist gut so – sonst wären Literaturwissenschaftler, Satiriker und betrunkene Philosophieprofessoren arbeitslos. Eines dieser Dinge ist die frappierende Ähnlichkeit zwischen den selbsternannten Tugendwächtern des … Weiterlesen Von Bußpredigern und Bildschirm-Bekennern – Die Woken und die Puritaner: Eine geistige Erbengemeinschaft

Die Anthroposophie: Ein Konstrukt aus Unsinn und gefährlichen Illusionen

Die Anthroposophie, eine Weltanschauung und Lebensphilosophie, die von Rudolf Steiner zu Beginn des 20. Jahrhunderts begründet wurde, hat sich in den letzten hundert Jahren in vielen Bereichen des modernen Lebens eingenistet – von Waldorfschulen über anthroposophische Medizin bis hin zu landwirtschaftlichen Praktiken wie der biologisch-dynamischen Landwirtschaft. Doch hinter dem scheinbar unbeschwerten Mantel dieser vermeintlich „ganzheitlichen“ … Weiterlesen Die Anthroposophie: Ein Konstrukt aus Unsinn und gefährlichen Illusionen