Onkel Michaels Silvesterspezial #4 – Es wird ägyptisch

Mahlzeit! Na, wie fühlt ihr euch, so kurz vor dem Jahreswechsel? Man macht sich ja immer irgendwelche Hoffnung, dass das nächste Jahr besser wird. 2020 habe ich mich auf den Jahreswechsel gefreut, weil ich dachte, so beschissen wie das alte Jahr kann das neue gar nicht werden. Und 2021 so: Hold my Beer! Deswegen erwarte ich von 2022 überhaupt nichts mehr, Hauptsache, ich komm irgendwie durch.

Aber gut, kommen wir zu unserem Silvestercountdown zurück. Heute habe ich eine wirklich interessante Frage von Dominic Harapat und der möchte wissen:

Lieber Onkel Michael,
gerade läuft wieder mal eine Ägypten-Doku auf ZDF info und wieder fällt mir dabei auf, dass die antiken Ägypter immer halbnackt und mit stark geschminkten Augen dargestellt werden. Was daran ist verifizierbar und was ist Folklore?
Liebe Grüße
Dominic

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mir noch keine Gedanken um die Kleidung im alten Ägypten gemacht habe, auch wenn mich diese Zeit recht fasziniert (und außerdem habe ich ein Faible für die schönen alten Mumien-Filme aus den Hammer-Studios). Also habe ich ein bisschen recherchiert und habe folgendes herausgefunden.

Tatsächlich war bei den Männern der Schurz, wie man ihn bspw. von den Bildern aus Gräbern kennt, die traditionelle Alltagstracht. Wie der Schurz aussah, wie er gestaltet war oder wie lang er war, zeigten die soziale Stellung und natürlich auch die aktuelle Mode, die es damals schon gab. Nur die Pharaonen trugen teilweise zu Zeremonien so eine Art Morgenmäntel, die aus hauchdünnem Stoff gewebt waren. Bei den Wesiren blieb die Kleidung übrigens über die Zeit unverändert, sie trugen ein knöchellanges Gewand, das mit zwei Bändern hinter dem Hals verknotet wurde. Heute würde man da glaube ich „Neckholder“ dazu sagen. Auch die Kleidung der Priester blieb relativ unverändert.

Bis zum Neuen Reich variierte die Tracht der Frauen kaum. Die Frauen trugen durchweg ein langes, anfangs faltenloses später leicht plissiertes, sehr dünnes Gewand, das die Körperlinien durchscheinen ließ. Es begann unterhalb der Brüste, die frei blieben, wurde von zwei Tragbändern über die Schulter festgehalten und reichte bis zu den Knöcheln. Oft trug man auch einen hauchdünnen, durchsichtigen Überwurf, später Netzkleider und andere Abwandlungen. Nur die einfachen Menschen begnügten sich, mit einem Hüftband oder blieben ganz unbekleidet. Perlennetze bedeckten weiße Leinenkleider von Opfergaben Trägerinnen.

Die stark dunkel geschminkten Augen waren auch üblich und hatten den Zweck, vor allzu grellen Sonnenstrahlen zu schützen. Allgemeine gab es im alten Ägypten einen ausgeprägten Schönheitskult, der eine riesige Kosmetikindustrie am laufen hielt.

Ich hoffe, damit Deine Frage beantwortet zu haben, lieber Dominic. Morgen endet der Silvestercountdown tja … etwas … nunja … bizarr.

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