Die Rauhnächte: Zwischen Schleier und Schatten

Wenn das alte Jahr sich in seine letzten Tage windet und die Nacht länger währt als das Tageslicht, öffnen sich die verborgenen Pforten zwischen Diesseits und Jenseits. Es sind die Rauhnächte, jene zwölf Nächte von der Heiligen Christnacht bis zum Dreikönigsfeste, Zeiten, da der Atem der Ahnen durch Haus und Hof zieht und das Wilde … Weiterlesen Die Rauhnächte: Zwischen Schleier und Schatten

Im Schlund der Schatten – Warum die Nacht seit Menschengedenken ein Reich der Furcht und des Geheimnisses ist

Es gibt Stunden, in denen das Licht nicht einfach schwindet, sondern regelrecht vergeht, als würde eine unsichtbare Hand es vom Himmel wischen. Dann verdichtet sich die Luft, der Wind wird schwer, und ein uralter Schauder klettert einem die Wirbelsäule hinauf. In dieser Zwischenzeit — dieser Stunde der sinkenden Flamme — beginnt die wahre Nacht. Eine … Weiterlesen Im Schlund der Schatten – Warum die Nacht seit Menschengedenken ein Reich der Furcht und des Geheimnisses ist

Die Sache mit den roten Händen

Man sah und sieht es immer wieder: sogenannte „Stars“ aus Film und Fernsehen, die demonstrativ Anstecknadeln mit roten Händen tragen, um ihre Solidarität mit den Palästinensern zum Ausdruck zu bringen. Dabei bringen sie tatsächlich aber nur ihren Antisemitismus und ihre geschichtsvergessene Ahnungslosigkeit zum Ausdruck. Warum dieses harte Urteil? Schauen wir uns doch einmal an, woher … Weiterlesen Die Sache mit den roten Händen

Die Spanische Grippe von 1918

Als der Erste Weltkrieg 1918 seinem Ende entgegenging, ahnte niemand, dass eine zweite, unsichtbare Katastrophe über die Welt hereinbrechen würde – eine Pandemie, die mehr Menschenleben forderte als das Schlachten an der Front. Die „Spanische Grippe“ gilt bis heute als eine der verheerendsten Seuchen der Menschheitsgeschichte. Wie die Spanische Grippe funktionierte: Ein medizinischer Blick Die … Weiterlesen Die Spanische Grippe von 1918

Die entzauberten Germanen

Seit Jahrzehnten geistern sie durch Schulbücher, Museen und Streaming-Serien: die schlammverschmierten, wildhaarigen Germanen. Ihre Welt scheint aus Lederfetzen, Rauch und Nebel zu bestehen – ein ewiges Feuchtbiotop der Barbarei. Doch das Bild, das unsere Vorstellung von den Bewohnern des alten Mitteleuropas prägt, ist verstaubt. Es stammt aus einer Zeit, als Geschichte noch als Waffe im … Weiterlesen Die entzauberten Germanen

Die Wiener Ringstraße – Boulevard der Freiheit für die Wiener Juden

Man braucht ja nur in Wien an den Ring schauen, die ganzen jüdischen Pracht-Palais. Da sieht man wieder, dass die Juden immer Geld hatten. Und das konnten sie ja sicher nicht auf ehrlichem Weg erwirtschaftet haben! Das ist ein Vorurteil, das ich immer wieder bei den Diskussionen nach meinen Vorträgen höre. Das Perfide an diesem … Weiterlesen Die Wiener Ringstraße – Boulevard der Freiheit für die Wiener Juden

Zwischen Duldung und Ausschluss – Die Juden in Wien vor 1848

Wien, im Vormärz, ist ein Ort der Gegensätze: höfische Pracht, musikalische Blüte, geistiger Aufbruch – und zugleich ein gesellschaftliches Gefüge, das von rigiden Schranken, ständischen Privilegien und religiösem Ausschluss geprägt ist. Besonders augenfällig wird dies in der Stellung der jüdischen Bevölkerung, deren Existenz im Habsburgerreich, und namentlich in der Reichshaupt- und Residenzstadt, seit jeher ein … Weiterlesen Zwischen Duldung und Ausschluss – Die Juden in Wien vor 1848

Im Schatten der Münze – Warum Juden zu Geldverleihern wurden

Es gehört zu den bittersten Ironien der europäischen Geschichte, dass ausgerechnet jene soziale Rolle, in die Juden über Jahrhunderte gedrängt wurden, später zum Nährboden für ihre Verfolgung wurde. Der jüdische Geldverleiher – ein Bild, das sich tief in das kulturelle Gedächtnis Europas eingebrannt hat, häufig karikiert, verzerrt, dämonisiert. Doch wer dieses Bild versteht, muss tiefer … Weiterlesen Im Schatten der Münze – Warum Juden zu Geldverleihern wurden

Die Sünde des Geldes – Über das christliche Zinsverbot und seine Auflösung

Lange bevor sich das moderne Finanzwesen entfalten konnte, galt Zinsnahme in der christlichen Welt als eine moralisch verwerfliche Praxis – ein Ausdruck von Gier, von ökonomischer Unnatur. Geld, so der Grundgedanke, darf sich nicht vermehren. Es darf, um mit Aristoteles zu sprechen, nicht „fruchtbar“ sein. Und dennoch war der Wunsch nach Kapital, nach Kredit und … Weiterlesen Die Sünde des Geldes – Über das christliche Zinsverbot und seine Auflösung

Benjamin Netanjahu – Ein Feigenblatt für Antisemiten

Wenn Gymnasiasten gerade ihr Abitur gemacht haben, halten sie sich ja für besonders schlau und haben für so ziemlich jedes Problem eine Patentlösung, die sich allerdings bei näherer Betrachtung als Milchmädchenlösung herausstellt. Oder sie argumentieren in Diskussionen ziemlich „schlau“ daher, merken aber selber nicht, wie kurz sie intellektuell springen. Ein Beispiel dafür ist eine Forderung, … Weiterlesen Benjamin Netanjahu – Ein Feigenblatt für Antisemiten