Warum das alles?

Nachdem ich – wieder einmal – einen homöopathiekritischen Beitrag veröffentlicht habe, kamen dieses Wochenende – wieder einmal – zahlreiche Anfragen per Kommentar, Mail und Twitter herein, in denen die Anhänger des Zauberzuckers mich beschimpften. Und natürlich war in jeder einzelnen Reaktion eine Frage mit dabei „Wer bezahlt dich?“ Normalerweise würde ich das tun, was ich immer mit solchen Wortmeldungen tue: löschen und nicht mehr dran denken. Aber dann kam noch eine E-Mail und ich dachte mir, dass ich diesmal etwas darauf eingehe.

Es war nämlich diese Mail, die ich erhielt:

Auch die Arbeitsmaterialien, die ich benötige, also Bücher, Dokumentenlieferungen oder ähnliches, zahle ich komplett selbst.Und damit kann ich guten Gewissens sagen, dass ich keinerlei finanzielle Unterstützung von irgendwem erhalte. Im Gegenteil. Meinen Blog gibt es jetzt seit sieben Jahren. Seit sieben Jahren setze ich mich für die Aufklärung gegen Alternativmedizin, Verschwörungstheorien und sonstige Schwurbelei ein. Und seit sieben Jahren lache ich darüber und zahle sämtliche Gebühren aus meiner eigenen Tasche. Auch die Arbeitsmaterialien, die ich benötige, also Bücher, Kopien, Dokumentenlieferungen oder ähnliches, zahle ich komplett selbst.

Die Schwurbelottos können sich einfach nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die aus vollkommen altruistischen Motiven heraus Aufklärung betreiben. Warum? Weil sie selbst so etwas nie machen würden. Sie können sich einfach nicht vorstellen, dass es so etwas wie persönliches Engagement gibt und das wundert mich auch nicht, handelt es sich doch um diejenigen Typen, die im Feinripp-Unterhemd auf der Couch sitzen und den Hass, den sie über ihr verpfuschtes Leben empfinden ungefiltert ins Internet kotzen.

Seit sieben Jahren lebe ich – wie viele andere Skeptiker auch – übrigens damit, beschimpft, beleidigt und auch an Gesundheit und Leben bedroht zu werden. Früher hat das keine Sau interessiert, aber das hat sich glücklicherweise geändert und das ist gut so. Glücklicherweise gibt es heute Einrichtungen wie hassmelden oder ähnliches und auch die Öffentlichkeit ist hierüber sensibilisiert.

Und um mit einem weiteren Vorurteil aufzuräumen: die Arbeit an meinem Blog läuft komplett in meiner Freizeit. Ich habe einen ganz normalen Job, dem ich 40 Stunden die Woche nachgehe, dazu kommen noch pro Tag zwei Stunden Zeit, die ich als Pendler im Auto verbringe. Wenn ich dann nach Hause komme und die dort anfallenden Arbeiten erledigt habe, dann habe ich endlich die Zeit, mich um meinen Blog hier zu kümmern. Oder am Wochenende. Oder im Urlaub. Ich würde beispielsweise auch gerne viel aktiver – und damit auch präsenter – in den sozialen Medien sein, aber wann soll ich das denn noch machen?

Auch die Kolumne, die ich einmal im Quartal für den Skeptiker schreiben darf, entsteht in meiner Freizeit. Und bevor jemand fragt: auch diese schreibe ich vollkommen ehrenamtlich und erhalte keinerlei Zahlungen dafür. Aber den Spaß, den ich dabei habe, der wiegt viel schwerer und ich bin sehr dankbar, dass ich immer wieder diese Möglichkeit bekomme.

Ich bewundere auch andere Blogger oder Podcaster, die so offensiv auf ihre Patreon- oder Steady-Accounts hinweisen. Bei mir gibt es sowas nicht und ich könnte auch nie so offensiv damit umgehen. Ich mache mir ja schon Gedanken, wenn ich mal meine Amazon-Wishlist poste.

Bitte versteht mich jetzt nicht falsch, das soll jetzt kein Mimimi-Artikel werden, sondern einfach nur eine Beschreibung des Ist-Zustandes. Einfach, damit ihr wisst, wie es so aussieht in der Welt der Freizeit-Blogger. Einfach eine Beschreibung des Alltags. Also keine große Redaktion, keine riesigen Geldzahlungen, nur der olle Onkel, der mit Spaß und Freude bei der Sache ist. That’s all. Only me.

7 Gedanken zu “Warum das alles?

  1. Hab auch gerade Feierabend und fühle mich (da leicht angemüdet) nicht besonders geistreich, möchte aber auch gern mal Danke sagen 🙂 Keep up the good work. (Schwurbelottos. Hehe. Gefällt mir.) Liebe Grüße

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