Dr. Lübbers erklärt: Wie ein SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test funktioniert

Ein Gastbeitrag von Dr. Christian Lübbers

Seit kurzem sind ja die SARS-CoV-2 Rapid Antigen Testsets für medizinisches Personal und Einrichtungen verfügbar. Hier wollen wir uns einmal anschauen, wie dieser Schnelltest funktioniert.

Zunächst ist auch beim Ag-Schnelltest neben der grundsätzlichen Indikation vor allem der richtige Zeitpunkt des Abstriches und natürlich die korrekte Durchführung wichtig. Wenn diese zB zu früh oder falsch erfolgt, hat ein negatives Testergebnis wenig oder gar keine Aussagekraft.

Wenn aber alles korrekt läuft, kann ein Antigen-Schnelltest helfen, infizierte Personen schnell zu erkennen und Ressourcen des Gesundheitswesens effektiver zu nutzen.

Dies ist zB dann sinnvoll, wenn es nicht möglich ist, bis zum PCR-Ergebnis das komplette medizinische Personal einer ganzen Praxis oder Station im Krankenhaus in vorsorgliche Quarantäne zu schicken. Auch als Zutritt zu Alten- und Pflegeheimen wird so ein Ag-Test jetzt empfohlen.

Nun zur Durchführung des Antigen Tests. In der Verpackung findet sich neben den Abstrichstäbchen, auch die benötigten Extraktionspuffer und die Testkassetten. (Hier soll keine Werbung für einen bestimmten Hersteller gemacht werden. Alternativen hier.)

Jetzt ist es wichtig einen tiiiiiefen Abstrich im Nasenrachen zu machen. Nur bei symptomatischen Patienten reicht es evtl. aus, allein einem Abstrich im Rachen durchzuführen. Bei noch asymptomatischen Patienten kann es aber sein, dass sich das Virus nur im Nasenrachen findet.

Der Abstrichtupfer wird in den Puffer getan, gedreht und ausgequetscht, so dass eventuell vorhandenes Virus-Antigen in die Pufferlösung übergeht.

Diese Probenlösung wird auf den Reagenzträger getropft.

Hier sieht man, wie die zu testende Probenflüssigkeit auf dem Teststreifen wandert.

Nach 15-30 Minuten lässt sich das Testergebnis ablesen. Hier zeigt sich ein Balken bei der Kontroll-Linie (C) und kein Balken bei der Test-Linie (T). Das Testergebnis ist damit: negativ.

Tja, und wenn Ihr so wie ich zum medizinischen Personal gehört, kann es gut sein, dass Ihr diese unangenehme Prozedur alle paar Tage erneut durchmachen müsst, um mit ausreichender Sicherheit weiterhin für Eure Patienten dazu sein. Aber genau deshalb machen wird das ja.

Anmerkung:
Weiterführende und vor allem umfangreiche Informationen zu den Schnelltests, aber auch zu den PCR-Labor-Tests findet ihr auf den Corona-Sonderseiten des Bundesgesundheitsministeriums, beim Robert-Koch-Institut und bei der WHO, der Weltgesundheitsorganisation.

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